Teekräuter

Teekräuter verfügen über ein großes Spektrum von Wirkungsweisen: Sie können beruhigen oder aufmuntern, Durst löschen, Schmerzen lindern, mancher Krankheit vorbeugen oder die Verdauung anregen – sie können aber auch einfach nur Genuss bereiten! Die Aromenvielfalt bietet für jede Stimmung und für jeden Geschmack das richtige - mal lieblich zart, mal kräftig herb. Einige bekannte und bewährte, aber auch einige interessante und weniger bekannte Teekräuter können Sie in diesem Bereich entdecken.

Teekräuter in Kloster Holzen



Wilde Malve:Lat.: Malva sylvestris

-            Gehört zur Familie der Malvengewächse

-            Wird auch Käsepappel, blaute Malve, Rosspappel oder Gänsepappel genannt

-            Enthält viele Schleimstoffe und ist daher gut für Schleimhäute und die Haut

-            Wirkt wundheilend, erweichend, schleimlösend, reizmildernd

-             Verleihen dem Tee eine schöne rote Farbe

-             Verwendet werden Blüten, Blätter und unreife Früchte

-             Volksheilkunde: Tee z.B. bei Erkältungskrankheiten und Infekten der Harnwege

-             Wirkt entzündungshemmend, beruhigend, schleimlösend

-             Empfehlung: Da die Schleimstoffe bei zu hoher Hitze weitgehend zerstört werden, sollte Tee als Kaltaufguss verwendet
              werden
-             Aus alter Zeit: Malve wurde auch als Färbemittel verwendet

 

Amerikanische Bergminze: Lat.: Pycnanthemum pilosum

-          Gehört zu den Lippenblütlern

-          Verwendet werden Blätter und Blüten

-          Hat einen starken Minzeduft – daher gut für Duftpflanzungen geeignet

-          Wirkt entkrampfend, entspannend, schleimlösend, stärkend

-          In der Küche als Ersatz für Minze verwenden

-          Kann zu Sirup verarbeitet werden

-          Bei den Indianern war die Pflanze ein wertvolles Stärkungsmittel

-          Tee wird hergestellt zur Behandlung von  Erkältungen und verdorbenen Magen

-          Sehr pflegeleicht – keine auswuchernden Wurzeln

Süße Limonenminze:  Lat.: Mentha species 'Hillary's Sweet Lemon'

-          Gehört zu den Lippenblütlern

-          Verwendet werden Blätter und Blüten

-          Relativ zierliche Art von Minze – Unterseite der Blätter etwas pelzig – lila Blüten

-          Süße Minze – erinnert an den Geschmack von Bergamotte oder Mandarine

-          Für Zubereitungen werden die Blätter am besten frisch verwendet

-          Sehr gute Dessert-Minze, aber auch für Fruchtshakes und Drinks

-          Wirkt entkrampfend, beruhigend, entspannend, anregend, magenstärkend

-          Als Tee kann die Limonenminze zur Erfrischung und für einen guten Magen getrunken werden

 

Kamille: Lat.: Matricaria chamomilla

-          Gehört zur Familie der Korbblütler

-          Wird auch Mutterkraut, Kuhmelle, Apfelkraut oder Kummerblume genannt

-          Verwendet werden Blüten und Kraut

-          Gilt als traditionelle Heilpflanze gegen Entzündungen, Wundbehandlungen u.m.

-          Wirkt entzündungshemmend, wundheilend, krampflösend, antiseptisch, beruhigend, magenstärkend und schmerzlindernd

-          Für Tee werden die Blüten getrocknet oder frisch verwendet

-          Tee bei Koliken, Bauchweh, Erkältungen, reinigt Leber und Nieren, Entzündungen im Mund- und Rachenraum u.v.m.

-          Inhalationen mit Kamillenblüten bei Ohrenkrankheiten und entzündlichen Erkrankungen der Luftwege

-          VORSICHT bei Korbblütler-Allergie!

Pfefferminze:  Lat.: Mentha piperita

-          Gehört zur Familie der Lippenblütler

-          Verwendet werden Blätter und Blüten

-          Wirkt krampflösend, leberwirksam, galleanregend, blähungswidrig, kühlend, schleimlösend, nervenstärkend und keimtötend

-          Tee als Genussmittel aber auch bei Magen-Darmbeschwerden, schlechtem Mundgeruch und Erkältungskrankheiten

-          Pfefferminzöl wird verwendet bei Zahnschmerzen, gilt als kräftiges antiseptisches Schmerzmittel

-          Pfefferminzblätter in Salaten, Suppen, Gemüsen und Eintöpfen oder Fischgerichten

-          Tipp: Pfefferminz-Maske bei fettiger Haut (Heilerde, Joghurt, Honig und Pfefferminze gemixt)

           VORSICHT: Keine Bäder mit Pfefferminze – Verbrennungsgefahr!

Anis-Ysop:  Lat.: Agastache anisata oder Agastache foeniculum

-          Wird auch Anisminze, Aniskraut oder Duftnessel genannt

-          Gehört zu den Lippenblütlern

-          Verwendet werden Blätter und Blüten

-          Wirkt entzündungshemmend, verdauungsfördernd, gemütserhellend

-          Besonders schöne Insektenpflanze

-          Tee bei Erkältungskrankheiten und Halsschmerzen, fördert die Schweißbildung

-          Wird von den Indianern vor dem Besuch der Schwitzhütte eingenommen

-          Sirup oder Likör sind sehr wohlschmeckend und verfeinern Getränke oder Desserts

-          Aus den getrockneten Blättern kann ein Pulver hergestellt werden, das einen feinen Anis, Fenchel-Geschmack hat


Weiße Melisse: Lat.: Nepeta cataria ssp citriodor

-          Intensive als Zitronenmelisse

-          Gehört zur Familie der Lippenblütler

-          Verwendet warden Blätter und Blüten

-          Wirkt entzündungshemmend, entspannend, entkrampfend

-          Tee bei fiebrigen Erkältungen und nervösen Verdauungsbeschwerden

-          Liebt durchlässigen, mäßig nährstoffreichen und lehmig-sandigen Boden

-          Ist eine heimische Unterart der Katzenminze

Rosen-Monarde:  Lat.: Monarda fistulosa x tetraploid

-          Robuste, aus Kanada stammende Pflanze

-          Gehört zur Familie der Lippenblütler

-          Wird auch Indianernessel genannt

-          Verwendet werden Blätter und Blüten

-          Ein echtes Highlight für „Nasenmenschen“ – ein traumhafter sanfter Rosenduft entströmt der Pflanze

-          Wirkt entspannend, entkrampfend, beruhigend, nervenstärkend, schlaffördernd, schleimlösend, harntreibend

-          Wunderbar für Potpourris, „Rosen-Essig“ oderSirup geeignet

-          Monarde wird zur Beduftung von feinen Tees verwendet und ist außerdem hilfreich bei nervöser Unruhe 

Zitronenduftendes Johanniskraut:  Lat: Hypericum hircinum

-          Gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse

-          Verwendet werden junge Blätter und Blüten

-          Duft der Blätter erinnert an eine Mischung von Zitrone und Eukalyptus

-          Wächst horstig und sollte im Herbst zurückgeschnitten werden

-          Wirkt kühlend, entspannend, beruhigend, schleimlösend

-          Als Tee zur Entspannung und bei Erkältungskrankheiten

Marokkanische Minze:  Lat.: Mentha spicata var. crispa 'Marokko' 

-          Gehört zur Familie der Lippenblütler

-          Beliebteste Minze für den “HUGO”

-          Verwendet werden Blätter und ggf. Blüten

-          Als Sirup, Zusatz in Salaten, Desserts, Marmeladen, Getränken…

-          Tee: heiß und mit viel Zucker ist es ein sehr belebendes Getränk

-          Auch als Kaltgetränk schmeckt der Tee vorzüglich und erfrischt an heißen Tagen oder wärmt im Winter zusammen
           mit anderen Kräutern

Zitronenverbene:  Lat.: Aoysia triphylla syn. Lippia citriodora

-          Wird auch Zitronenstrauch oder Eisenkraut genannt

-          Verwendet wird das frische Kraut

-          Herrlich intensiv zitronig duftend

-          Wirkt stoffwechselanregend, stimmungsaufhellend, entspannend

-          Eignet sich auch für aromatische Essige oder Öle, Sirup, Bäder u.m.

-          Tee zur Beruhigung der Nerven, Erkältungen mit Fieber, Verstopfung und Krämpfen

-          TIPP: Eiswürfel mit den Blättern aromatisieren

Hemingway-Minze:  Lat.: Mentha species 'Nemorosa'

-          Wird für den klassischen Mojito-Minze verwendet

-          Gehört zu den Lippenblütlern

-          Verwendet werden Blätter und Blüten

-          Bietet einen sehr milden, aber intensiven Minzegeschmack

-          Blätter und Blüten können für Getränke, Sirup, Desserts usw. verwendet werden

-          Tee bei Magen-Darm-Beschwerden, Erkältung zur Entspannung nehmen

Griechischer Bergtee:  Lat.: Sideritis syriaca

-          Gehört zu den Lippenblütlern

-          Braucht vollsonnige heiße Lage – am besten mit Geröll versetzte Erde

-          Leichte Bitternote mit dezentem Zimtaroma

-          Verwendet werden Blätter und Blüten

-          Wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, immunstärkend

-          Tee bei Erkältungskrankheiten mit Entzündung der oberen Atemwege, zur Stärkung des Immunsystems

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