Wohlfühlkräuter

Ein Wohlgefühl entsteht, wenn Harmonie spürbar wird, wenn Körper und Geist in Balance sind, wenn wir uns selbst Gutes tun. Dies kann eine entspannende Massage,  ein wohltuendes Bad, ein Strauß duftender Rosen oder einfach eine Tasse feiner Kräutertee sein.

Wahre Gärtner wissen, welche Wohltat Pflanzen und Kräuter im Besonderen auslösen können: Die Schönheit der Pflanzen, ihr Duft, ihr faszinierender Geschmack betören und verzaubern uns. Durch die ätherischen Öle und ihre weiteren spezifischen Inhaltsstoffe aber auch ihr leuchtendes Blütenkleid betören sie unsere Sinne und erfreuen uns täglich auf´s Neue.

Wohlfühlkräuter in Kloster Holzen



Zitronenmelisse: Lat. melissa officinalis - mehrjährig

-          Gehört zur Familie der Lippenblütler

-          Wird auch Bienenfang, Nierenkraut, Frauenkraut, Gartenmelisse, Zitronenkraut, Herzkraut, Honigblume,
           Nervenkräutl oder Riechnessel genannt

-          Paracelsus nannte das Kraut „Lebenselexier“  - es sollte die Jugend zurückbringen und Dahinsiechende wiederbeleben

-          Um Bienen im Stock zu halten, reibt man die Bienenhäuser damit ein

-          Wirkt belebend, krampflösend, nervenstärkend, beruhigend, schlaffördernd, magenstärkend,
           schweißtreibend, leberanregend, galleanregend, kräftigend…

-          Enthält äth. Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harz, Schleimstoffe, Mineralien, Vitamine u.a.

-          Verwendet werden Blätter/Kraut  vor der Blüte

-          In der Volksheilkunde wird die Melisse angewandt bei Kopfschmerzen, nervösem Erbrechten, nächtlichem Herzklopfen,
           Wochenbettbeschwerden, schwachen Nerven, Angstzuständen, zur Blutreinigung, Herzbeschwerden, Darm- und
           Unterleibskrämpfen, Blutdruckregulation u.v.m.

-          Anwendung in Form von Tee, Bäder, Tinktur, Umschläge, Sirup, für Getränke,  Desserts…

-          Interessant:  Melisse als Haarspülmittel verzögert das Grauwerden

-          Keine Nebenwirkungen

 

Muskatellersalbei: Lat. salvia sclarea - zweijährig

-          Gehört zur Familie der Lippenblütler

-          Ist verwandt mit Gartensalbei – hat jedoch einenl höheren Anteil an ätherischem Öl

-          zweijährige Staude, die bis zu 1,5 Meter hoch werden kann

-          Wird auch Muskatsalbei, römischer Salbei, Scharlei oder Scharlauch genannt

-          Verströmt einen stark aromatisch, balsamisch en Duft – wirkt östrogenartig

-          Wirkt entspannend, entkrampfend, beruhigend, antibakteriell, schmerzstillend

-          Verwendet werden Kraut und Blüten

-          Anwendung in der Volksheilkunde: Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall, Frauenkrankheiten,
           bei der Geburt, Gastritis, Krämpfe, Zahnfleischentzündungen

-          Anwendung in  Form von Tee, Tinktur, Sirup, ätherisches Öl

-          Interessant: Winzer nutzten den Muskatellersalbei, um schlechten Wein zu „verbessern“

-          Vorsicht: zu viel davon kann Kopfschmerzen auslösen

 

Nachtkerze: Lat. oenothera biennis - zweijährig

-          Gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse – zweijährig

-          Wird auch gelbe Rapunzel, Schinkenwurzel oder Eisenbahnerlaterne genannt

-          Verwendet werden Wurzel, Blätter und Samen

-          Eine Wohltat für die Haut aufgrund seines hohen Anteils an Gamma-Linolsäure

-          In den Wurzeln der Nachtkerze soll mehr Kraft stecken als in „zwei Zentnern Ochsenfleisch“

-          Wirkt beruhigend, stoffwechselanregend, hautwirksam (Neurodermitis!)

-          Wurzel als Gemüse verwenden, Blätter sind ein gutes Wildgemüse oder Salatbeigabe

-          In der Volksheilkunde wird die Nachtkerze bei Erkältungen, Husten, Durchfall und Krämpfen verwendet,
           der wirksamste Teil der Pflanze – der Samen – verschafft Linderung bei Neurodermitis, Immunabwehr u.a.

-          Nachtkerzen-Sirup kann wirksam sein bei Husten und Erkältungserscheinungen

-          Interessant: Man sagt, in der Nachtkerze steckt das Geheimnis des Jungbrunnens – denn man braucht
           1000 Samen für eine sehr geringe Menge Öl

-          VORSICHT: bei innerlicher Einnahme kann zuviel Kopfschmerzen oder Magen-Darmstörungen auslösen!

 

Argentinischer Minzestrauch: Lat. lippia polystacha - mehrjährig

-          Gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse

-          Hat ein herrliches Aroma und ist sehr gut zum Trocknen geeignet – ist mit Zitronenverbene verwandt

-          Wird auch Kaugummi-Strauch oder Kaugummi-Pflanze genannt

-          Die an meterlang (!) unverzweigten Ästen wachsenden, dicht stehenden Blätter haben einen intensiven Spearmint-Duft.

-          Schnell wachsender Strauch kommt aus der argentinischen Provinz Mendoza und wird dort auch ‘Burro’ genannt und
           traditionell zum Aromatisieren von Mate-Tee genommen – kann immer wieder beerntet werden und wächst schnell nach

-          Wird in der Volksheilkunde verwendet bei  Magenverstimmung und Übelkeit sowie Depression eingesetzt

-          Sehr gut geeignet für Tee, Desserts, Getränke u.a.

-          . Überwinterung kalt oder warm. Kultur ist so ähnlich wie bei der Zitronenverbene!

-          WICHTIG: Die Pflanze ist nicht winterhart – muss frostfrei überwintert werden

 

Bergamotte-Minze: Lat. mentha piperita - mehrjährig

-          Gehört zur Familie der Lippenblütler

-          Wird auch Eau de Cologne-Minze genannt

-          ausgesprochen schöne Erscheinung: Länglich-spitze Blätter, die im Austrieb dunkel sind und später ein helleres Grün zeigen.
           Die Form der Blätter ist stark gezahnt. Die relativ kurzen, lilafarbigen Blütenrispen sitzen an dunklen Stielen und bilden einen
           effektvollen Kontrast zum dunklen Laub.

-          Blättern entströmt ein Duft nach Earl Grey

-          Passt zu fruchtigem als auch zu Pikatem – auch für Duftpotpourris sehr gut geeignet

-          Auch für Bäder, zur Beduftung der Wohnung oder des Kleiderschranks geeignet

-          Wird in der Volksheilkunde eingesetzt bei Magenverstimmungen, nervöser Unruhe, Entspannung

 

Rosmarin: Lat. rosmarinus officinalis - mehrjährig

-          Wird auch Rosmarinkraut, Lieblingskraut, Kranzkraut, Antonkraut genannt

-          Gehört zur Familie der Lippenblütler

-          In den Mittelbeerländern gilt Rosmarin als „heilig“ – Pflanze der Aphrodite, daher wohl bis heute das Kraut der Brautleute

-          Wirkt krampflösend, galletreibend, nervenstärkend, appetitanregend, hautreizend, anregend, kreislaufunterstützend

-          Verwendet werden die Blätter bzw. Nadeln am besten vor der Blüte

-          Anwendung als Tee, Wein, Tinktur, Salbe, Bad, Gewürz, Pesto, Kekse u.a.

-          Anwendung in der Volksheilkunde bei Erschöpfungszuständen, Nachlassen der Gedächtnisleistung,
           Magen- und Muskelkrämpfen, bei niedrigem Blutdruck, nervösen Herzbeschwerden, Menstruationsbeschwerden,

-          Ein Bad zur Stärkung und Anregung sollte immer morgens oder vor anstrengenden
           Tätigkeiten erfolgen – nie abends, denn sonst ist man putzmunter

-          Interessant: Stängel über das Grillfreuer streuen – das hält Insekten fern

-          Vorsicht bei Bluthochdruck!

 

Beifuß: Lat. artemisia vulgaris - mehrjährig

-          Wird auch Besenkraut, wilder Wermut, Gänsekraut oder Stabkraut genannt

-          Gehört zur Familie der Korbblütler

-          Beifuß gehört zu den Johannikräutern und ist auch eine Brautpflanze

-          Zu Sommersonnwende band man einen Kranz aus dem Kraut und warf ihn ins Sonnwendfeuer.
           In der Glut sollten alle bösen Einflüsse verbrennen und Gesundheit das Jahr über beschert werden

-          Wirkt verdauungsfördernd, appetitanregend

-          Beifuß kennt man als Gewürzpflanze, die den Weihnachtsbraten bekömmlicher macht

-          Verwendet werden Blätter bzw. blühendes Kraut  und Wurzeln

-          Anwendung als Tee, Bäder, Tinktur, Aperitif, Wein, Desserts, Gewürz, Salz u.v.m.

-          In der Volksheilkunde wird Beifuß angewandt gegen Magenstörungen, üblem Mundgeruch, Galle- und Leberleiden,
           Hämorrhoiden, Nervenkrankheiten, Menstruationskrämpfen, Blasenentzündung, Unterleibsbeschwerden, 
           bei der Geburt u.vm.

-          Tipp: Kräuterkissen mit getrocknetem Kraut – darauf schläft es sich tief und erholsam!

-          Vorsicht bei Korbblütler-Allergie!

 

Rosenwurz: Lat. rhodiola rosea - mehrjährig

-          Wird auch goldene Wurzel oder Rosenrot genannt

-          Gehört zur Familie der Dickblattgewächse – mehrjährig

-          Verwendet wird Wurzelstock und die Blättchen

-          Die Wurzel der Pflanze macht angeblich hellwach und lässt das Gehirn Wunderleistungen vollbringen

-          Wirkt gehirnstärkend, wundheilend, durchblutend, stärkend

-          Der Wurzel entströmt ein angenehmer rosenartiger Geruch – er verleiht der Pflanze ihren Namen

-          Anwendung als Tee, Extrakt, Tinktur, Pulver

-          Immer dann, wenn eine Schwächung vorliegt, egal ob aus Krankheit oder Überanstrengung oder einfach,
           weil ein Mensch alt und müde ist, kann die Rosenwurz helfen

-          Interessant: In einer Vergleichsstudie von Gingko, Ginseng und Rosenwurz stellten Forscher fest, dass Extrakte
           aus Rosenwurz Genveränderungen entgegenwirken und das Wachstum von Tumoren bremsen können


 

Balsamkraut: Lat. cedronella canariensis - mehrjährig

-          Wird auch Zitronenbalsam oder Zitronenstrauch genannt

-          Gehört zur Familie der Lippenblütler

-          Die Blätter dieses kleinen Strauches werden für Kräutertees und Duftmischungen verwendet

-          Verwendet werden das Kraut, Blätter und Blütenknospen

-          Wirkt  entzündungshemmend, keimhemmend, schleimlösend, entspannend und erfrischend

-          Anwendung als Tee, Getränke, Tinktur, Öl, Kosmetik u.a.

-          In der Volksheilkunde findet es Anwendung bei Kreislaufschwäche, Bronchitis und Husten, Kehlkopfentzündungen,
           leichte Kopf- und Gliederschmerzen, Prellungen u.a.

-          Vorsicht: zuviel kann zu Kopfschmerzen führen


Mutterkraut: Lat. tanacetum parthenium -mehrjährig

-          Wird auch Mutterkamille, Bertram, Goldfederich oder Frauenminze genannt

-          Gehört zur Familie der Korbblütler

-          Enge Verwandte sind Rainfarn und Kamille

-          Verwendet werden Blätter und Blüten

-          wirkt krampflösend, fiebersenkend, beruhigend, appetitanregend, schmerzstillend, uterusstimulierend

-          In der Volksheilkunde gilt Mutterkraut als DAS Kraut bei Migräne und Kopfschmerzen

-          Anwendung als Tee, Sirup, Pulver, Tinktur

-          Bei Hautunreinheiten oder Flecken im Gesicht kann eine Gesichtspackung oder ein Gesichtswasser hilfreich sein

-          Vorsicht bei Korbblütler-Allergie!


Zitronen-Eberraute: Lat. artemisia abrotanum - mehrjährig

-          Wird auch Zitronenkraut, Colakraut, Gartenheil, Aberganz, Elfrad, Schoßwurz oder Eberreis genannt

-          Gehört zur Familie der Korbblütler

-          Man sagt, wenn jemand ein Mädchen zu seiner Liebsten haben will, so muss er ihm heimlich ein Büschel
           Eberraute zustecken – das Mädchen käme dann von selbst zu ihm.

-          Verwandte sind der Beifuß oder der Wermut

-          Verwendet werden die oberen Teile des Krautes

-          Wirkt magen- und gallesaftanregend, harn- und schweißtreibend

-          Anwendung als Gesichtswasser, Essenz, Magenbitter, Tee, Gewürz, Getränke

-          In der Volksheilkunde wird es angewendet gegen Kraftlosigkeit, zur Anregung der Verdauungsorgane, gegen Würmer,
           bei chronischem Bronchialkatarrh, als Salbe gegen Erfrierungen, bei Schlangenbissen

-          Interessant: Eberraute ist ein Weihrauch-Ersatz beim Räuchern – das Kraut im Kleiderschrank vertreibt Motten

-          Achtung: Nicht in der Schwangerschaft verwenden!


Kümmel: Lat. carum carvi - zweijährig

-          Wird auch Kimmich, Feldkümmel, Wiesenkümmel, Brotkümmel oder Garbe genannt

-          Gehört zur Familie der Doldenblütler

-          Verwendet werden die Früchte

-          Kümmel gehört zu den ältesten Gewürzen, die in unserem Kulturkreis verwendet werden

-          Um Krankheiten fernzuhalten, streute man Kümmel in die Ställe

-          Wirkt appetitanregend, blähungswidrig, verdauungsfördernd, entkrampfend

-          Anwendung als Tee, Öl, Wein, Essig, Likör, Gewürz, Tinktur, Mundwasser, Bad u.a.

-          Wird in der Volksheilkunde angewandt bei Husten, nervösen Magenstörungen, Blähungen,
           fördert die Milchbildung, vertreibt Verdauungsbeschwerden und Völlegefühle

-          Interessant: Beim Aussäen soll man richtig schimpfen –das regt ihn zum angeblich zum Keimen an!


Baldrian: Lat. valeriana officinalis – mehrjähri

-          Wird auch Augenwurz, Dreifuß, Wundwurz, Katzenwurz, Mondwurz oder Elfenkraut genannt

-          Gehört zur Familie der Baldriangewächse

-          Verwendet werden Blüten und Wurzel

-          Baldur, der lichtvolle Gott der Germanen gab der Pflanze angeblich ihren Namen, denn wie er half auch die Pflanze
            mitleidvoll und segnend demjenigen, der Hilfe benötigte.

-          Wirkt beruhigend, schlaffördernd, nervenstärkend, herzberuhigend, krampflösend, schmerzstillend, blutdrucksenkend,
           blähungswidrig, augenstärkend

-          Anwendung als Tee, Tinktur, Wein, Bad, Schlafkissen, Pulver, Pflanzen-Jauche u.a.

-          Wird in der Volksheilkunde angewandt bei Herzklopfen, Schlafstörungen, Nervosität, Wechseljahrsbeschwerden,
           Unruhe z.B. vor Prüfungen, Krämpfen, Migräne, Herzflattern u.a.

-          Interessant:  Katzen sind vollkommen verrückt nach der Wurzel


Ringelblume:Lat. calendula officinalis – einjährig

-          Wird auch Warzenblume, Wucherblume, Totenblume, Monatsblume, Gartendotterblume oder Fallblume genannt

-          Gehört zur Familie der Korbblütler

-          Verwendet werden die Blüten

-          Wenn sich die Blüten bis morgens um 7.00 Uhr nicht geöffnet haben, bedeutet das, dass Regen zu erwarten ist

-          Wirkt entzündungshemmend, wundheilend, antiseptisch, erweichend, krampflösend, blutreinigend,
            wurmtreibend, schweißtreibend

-          Anwendung als Tee, Öl, Tinktur, Salbe, Umschlag, Bad, Kosmetik, Gewürzblüten u.v.m.

-          In der Volksheilkunde wird die Ringelblume verwendet zur Entgiftung, bei Schrunden und Hautproblemen, Abszessen,
           Verstauchungen usw., bei Entzündungen der Schleimhäute, bei Venenproblemen, eitrigen Nagelbettentzündungen,
           Warzen, Schuppen u.v.m.

-          Die Ringelblume ist auch Färbemittel (Blütenblätter) – auch falscher Safran genannt

-          Vorsicht bei Korbblütler-Allergie!


Zistrose: Lat. cistus incanus - mehrjährig

-          Wird auch Cistrosenkraut oder Cistuskraut genannt

-          Gehört zur Familie der Zistrosengewächse

-          Verwendet werden die kleinen Zweige, Blätter, Blüten und das Harz (Labdanum)

-          Das Holz der Pflanze schützt angeblich vor bösen Blicken und soll als Talismann bei sich getragen werden

-          Wirkt entgiftend, pilzhemmend, antibakteriell, entzündungshemmend, antiallergisch und abwehrstärkend

-          Anwendung als Tee, Sirup, Salbe, Pulver, Konzentrat u.a.

-          Wird in der Volksheilkunde angewandt Borreliose, als Grippemittel und „Lebensverlängerer“, bei Wunden,
           zur Entgiftung, bei Akne, Magen-Darmstörungen, Umschläge bei Arthrose und Rheuma

-          Das Harz wird als Weihrauchersatz verwendet, aber auch in Salben verarbeitet oder in der Kosmetikindustrie verarbeitet


Mädesüß: Lat. Filipendula ulmaria - mehrjährig

-          Wird auch Wiesenkönigin, Rüsterstaude, Spierstaude, wilder Flieder oder Wiesengeißbart genannt

-          Gehört zur Familie der Rosengewächse

-          Verwendet werden Blätter und Blüten

-          Der deutsche Namekommt von „Met“ – Blätter wurden dem Honigwein beigefügt und gaben dem Getränk
           so nicht nur den starken Honigduft sondern auch das Mandelaroma

-          Wirkt schmerzlindernd, schweißtreibend, harntreibend, blutstillend

-          Vor allem die Blüten enthalten größere Mengen an Salicylsäureverbindungen (Aspirin!)

-          Anwendung als Tee, Bier, Getränke, Desserts, Gesichtskosmetik, Färbemittel u.a.

-          Wird in der Volksheilkunde angewandt bei Erkältungskrankheiten, Grippe, rheumatischen Beschwerden,
            Kopfschmerzen, zur Blutreinigung, geschwollene Beine

-          Tipp: Ein Fußbad mit einem starken Teeauszug wirkt sehr wohltuend und abschwellend


Duftveilchen: Lat. viola odorata – mehrjährig

-          Wird auch Marienstängel, Schwalbenblume oder Märzveilchen genannt

-          Gehört zur Familie der Veilchengewächse

-          Verwendet werden Blätter, Blüten und Wurzeln

-          Die ersten drei im Jahr gefundenen Veilchenblüten besitzen angeblich ganz besondere  Heilkräfte – man soll sie essen,
           dann bliebe man das ganze Jahr über gesund

-          Wirkt schleimlösend, blutreinigend, blutdrucksenkend, entspannend, schmerzstillend

-          Anwendung als Tee, Sirup, Salat, Pesto, Essig, essbare Blüten, Kosmetik und Haarpflegeprodukte, Umschläge, Bäder u.a.

-          In der Volksheilkunde angewandt zur innerlichen Reinigung, bei Krampfadern und verstopften Venen, Husten, Asthma,
           Keuchhusten, Lungenleiden, Hautkrankheiten, Akne, Verbrennungen u.v.m.

-          Tipp: eine Gesichtslotion mit Veilchen ergibt eine wertvolle Gesichtslotion, die zarte, frische Haut verleiht

 

Käsepappel oder wilde Malve: Lat. malva sylvestris – ein-bis zweijährig

-          Wird auch Rosspappel, Gänsepappel, Krallenblume oder blaue Malve genannt

-          Gehört zur Familie der Malvengewächse

-          Um festzustellen, ob eine schon ältere Frau noch Kinder haben kann, goss man Harn auf Käsepappeln. Verdorrten diese,
           so war ihre Unfruchtbarkeit erwiesen, blieben sie grün, sollte sie noch Kinder bekommen können

-          Wirkt wundheilend, reizmildernd, schleimlösend, erweichend

-          Verwendet wird das blühende Kraut, Blüten

-          Anwendung als Tee, Tinktur, Sirup, Soßen, Suppen, Salat,  Desserts, Umschläge, Bäder, Kosmetik

-          Wird in der Volksheilkunde angewandt bei Katarrhen der Luftwege, Husten, Schleimhautentzündung im Magen- 
           und Darmbereich, Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarmbereich, Augenleiden, Durchfall, Flechten . Ausschläge, 
           Krämpfe, Gelenkrheumatismus, Erkältung, Grippe, Hämorrhoiden, Nagelbett- Entzündungen, Ekzeme u.a.

-          Tipp: die Früchte können roh oder gekocht gegessen werden


Zitronen-Thymian: Lat. thymus citriodorus

-          Gehört zur Familie der Lippenblütler – mehrjährig

-          Milder Thymian mit betörendem, würzigen Duft

-          Verwendet wird das oberirdische Kraut

-          Wirkt schleimlösend, kräftigend, nervenstärkend, antiseptisch, auswurffördernd u.a.

-          Ideal, um Essige und Öl zu würzen oder in Speisen zu geben

-          Die holzigen Stängel haben einen etwas bitteren Geschmack – ggf. nur die Blättchen verwenden

-          Anwendung als Tee, Gewürz, Sirup, Salz, Kräuterbutter, für Desserts, Duftkissen, Bäder u.a.

-          Wird in der Volksheilkunde wie der Gartenthymian verwendet, allerdings ist die heilkundliche Wirkung
           nicht so stark – umsomehr wird der Zitronenthymian in der Küche eingesetzt.

-          Tipp:  Verwenden Sie Zitronenthymian getrocknet zusammen mit anderen Wohlfühlkräutern,
            um sich ein entspannendes Kräuterkissen herzustellen!

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